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Die Begeisterung von Tischlermeister Peter Pachner wirkt ansteckend: Er liebt sein ­Handwerk und die damit verbundene ­Kreativität. © Kündig

Tischlerei Pachner

Das dynamische Duo

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 01.04.2019 - 17:26

Mit viel Freude und Feuer spricht Peter Pachner, Tischlermeister im oberösterreichischen Grieskirchen, über „sein“ Handwerk. Dass er weit mehr als ein Tischler ist, merkt man spätestens, wenn man seinen Betrieb besucht. Die allgegenwärtigen Holzskulpturen hat alle er geschaffen. Pachner malt auch und kocht mit Kreativität: „Ich brauch das halt“, schmunzelt er, „außerdem ist das gar nicht so selten, es gibt etliche Tischler die sich auch als Künstler einen Namen gemacht haben.“ Seine Begeisterung und sprühende Kreativität wirken ansteckend. Block und Zeichenstift legt er kaum aus der Hand, er spricht förmlich durch seine kraftvollen Skizzen: „Die Leute können sich dann besser vorstellen, was ich meine“, erklärt er, so bekäme er attraktivere Aufträge. „Die einfachen Kisten aus Dekorspanplatten lasse ich bei einem Dienstleister machen. So bleibt uns hier mehr Zeit für die wirklich schönen Arbeiten.“ Pachner versteht auch, seine Begeisterung weiterzugeben. Sein Sohn Thomas, der die dritte Generation im Unternehmen repräsentiert, habe vor fünf Jahren sein Architekturstudium abgeschlossen und ist nun seit zwei Jahren ebenfalls im Betrieb tätig: „Die Kinder haben schon seit sie dreijährig sind bei mir in der Werkstatt gespielt. Gibt doch nix Schöneres als Bauklötze aus duftendem Holz.“

„Das ging nur so zack, zack …“

Sohn Thomas habe ihn auch auf Kündig aufmerksam gemacht, als der Austausch der 20 Jahre alten Breitband-Schleifmaschine fällig war. „Wir haben uns dann mehrere Fabrikate vorführen lassen, Kollegen besucht und ihnen bei der Arbeit zugesehen. Die Kündig Brilliant war wirklich beeindruckend. Die hat alles geschliffen, als ob nichts wäre, das ging nur so zack, zack.“ Bei Pachner wird auf der Brilliant 1350 REd-L alles geschliffen – von Massivholz bis Hochglanzlack: „Das diagonale Schleifaggregat war neu für mich. Es hat mich auf Anhieb überzeugt. Die Oberflächen die damit möglich sind – ein Traum“, kommt er ins Schwärmen.

Breitere Oszillation beim Schleifen

Die Schleifqualität der Breitband-Schleifmaschine weckte in ihm Lust auf mehr: „Da gibt‘s bei mir keine Kompromisse. Beide Sachen müssen perfekt sein, Flächen und Kanten.“ Da wäre klar gewesen, dass man in der Folge auch über die Kantenschleifmaschine sprach. Zwei Dinge hätten ihn daran besonders überzeugt: „Erstens der Vorschub und zweitens die Oszillation, weil sie das Schleifband wirklich über die gesamte Breite ausnutzt.“ 

Statt nämlich wie bei einer herkömmlichen Kantenschleifmaschine das Schleifband durch Kippen der Bandrolle auf- und abwandern zu lassen, bewegt sich bei der Kündig Uniq-S gleich das komplette ­Aggregat. So wird ein enormer Oszillationshub von gut 90 mm möglich. ­„Normale“ Kantenschleifmaschinen nützen das Band hingegen nur über eine Breite von vielleicht fünf Zentimetern. 

„Die Schleifbänder bleiben viel länger scharf“, berichtet Pachner von seinen ­Praxiserfahrungen: „Die verklebten ­Streifen am Band gibt es bei der Kündig praktisch kaum noch, weil das Schleifband beim Schleifen in seiner gesamten Breite benutzt wird. Ohne, dass ich wie bei ­anderen Maschinen während des ­Schleifens ständig die Tischhöhe ­nach­stellen muss, um dann einen neuen Streifen auf das Band zu machen.“ Die durch diese ­Bauweise möglichen feststehenden Tische seien auch komfortabler, meint er. 

„Habe jedes Mal Freude“

Mit seinem „dynamischen Duo“ sei er rundweg zufrieden, meint Pachner: „Ob eine Maschine was taugt, sieht man erst im Alltag. Bei manchen Geräten braucht man zum Schleifbandwechseln das Handbuch. Eine Kündig ist selbsterklärend, die hat man nach zehn Minuten kapiert.“ Am meisten gefielen ihm aber die Oberflächen: „Selbst schwer schleifbare Nadelhölzer werden sehr glatt. Mir kommt vor, dass sich die Fasern beim Lackieren viel weniger aufstellen“, meint er begeistert: „Fläche, Kante – ich habe jedes Mal Freude, wenn ich drüberstreichle.“