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Bei List GC wird feinstes Furnier verarbeitet © Felix Hohagen Photography

List GC

Das beste Furnier für die Jacht

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 06.06.2019 - 16:27

Holzfurniere würden für das exquisite Interieur der Luxusjachten immer stärker nachgefragt, beobachtet man in Bad Erlach. Neben der optischen Komponente punktet das edle Material mit weiteren Vorteilen: Möbel mit Furnieroberflächen sind leichter als Vollholz, was sich positiv auf das Gesamtgewicht einer Jacht auswirkt. Nebenbei ist ein Furnier auch eine nachhaltige Form der Holznutzung: Ein Baumstamm liefert je nach Herkunft, gewünschter Furnierstärke und Holzart zwischen 100 und 20.000 m2 Furnier.

Für die Jachten, Apartements und Residenzen braucht List GC nicht irgendein Furnier, sondern „das Beste“. Diesen Anspruch erfüllen laut List nur 2 bis 3 % aller produzierten Furniere. „Zurzeit sind amerikanische Schwarznuss, europäischer Ahorn, Eiche aus Deutschland oder auch Nussmaser wegen seiner einzigartigen schönen Farbe und Maserung besonders gefragt. Zu den teuersten Furnieren am Markt zählt auch Riegelahorn aus Europa, konkret aus der Schweiz, aus Deutschland, Rumänien und Slowenien“, weiß Johann Pusterhofer, leitender Einkäufer bei List GC. Bis zu 20 unterschiedliche Holzarten werden von List GC in ein Projekt eingeplant.

Dabei kommt dem Bemusterungsprozess – der Abstimmung mit ­Furnierproduzent, Designer, Auftraggeber, Projektleitern, Furniereinkäufer – eine hohe Bedeutung zu. Für die Arbeit von Gabor Liptak, Tischler bei List GC, spielen zahlreiche Komponenten eine Rolle: „Das spätere Aussehen des Möbels hängt von vielen Faktoren ab: der Form und Fläche, ob es groß, klein oder abgerundet ist, welche Trägermaterialien eingesetzt werden und ob kaschiert, beschichtet oder weiterveredelt werden muss.“ Das Ergebnis begeistert nicht nur die Eigentümer der Superjachten und luxuriösen Residenzen, sondern auch die Mitarbeiter des Innenausstattungsunternehmens jeden Tag aufs Neue.