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Manuel Fink (rechts) arbeitet täglich mit der KÜNDIG Brilliant-3 1350-REEd-L. Er lobt die Bedienerfreundlichkeit der Schleifmaschine © Kündig

Tischlerei Unterthiner 

Gute Aussichten beim Schleifen

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 03.05.2019 - 10:29
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Die im Herzen von Trentino (Südtirol, IT) gelegene Tischlerei Unterthiner wurde 1986 unter dem Namen Zelger gegründet und Mitte der Neunziger vom Neffen Konrad Unterthiner übernommen © Kündig

„Ja, das sagen die meisten, die zu uns kommen”, reagiert Daniel Unterthiner fast schon routiniert auf den Kommentar über die wunderbare Aussicht seines in Lajen (Südtirol) gelegenen Familienbetriebes.  Doch gearbeitet wird hier trotzdem – und wie. Neben der Privatkundschaft bediene man, in der touristischen Region wenig überraschend, häufig auch die Hotelbranche – das bedeutet, Zimmer, Speisesäle, Wellness- und Spabereich: „Was den Innenausbau angeht, bieten wir, abgesehen von Fenstern, alles an.” 

Vorbildlicher Betrieb

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Aufgrund des Platzmangels wurde aufgestockt – im wahrsten Sinne des Wortes. Die neue Werkstatt im oberen Stock ist hell, modern und sauber © Kündig

„Die Auftragslage ist gut, wir dürfen uns echt nicht beklagen”, erklärt der 27-jährige designierte Nachfolger, der den 11-Mitarbeiter-Betrieb gemeinsam mit seinem Vater führt. „Erst vergangenes Jahr haben wir um eine Etage erweitert, der Platz wurde einfach zu knapp.” Jetzt passt es wieder, der Betrieb macht in jeder Hinsicht einen vorbildlichen Eindruck. Es ist hell, sauber, hat Platz und der Maschinenpark lässt kaum zu wünschen übrig: „Im Zuge des Umbaus haben wir einige Maschinen ausgetauscht”, so Unterthiner Junior. 

Gezielte Investitionen

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High-Performance für Tischler: drei Aggregate, eines davon mit Diagonaltechnologie – und am Maschinenausgang zusätzlich eine Strukturbürste © Kündig

Daniel Unterthiner, der mit seinen acht Jahren Arbeitserfahrung zwar noch bei Weitem nicht zu den alten Hasen der Branche gehört, spürt eine Veränderung trotzdem deutlich: „Es muss alles immer schneller und günstiger gehen, natürlich ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.” Deshalb ergeben Maschineninvestitionen zur Steigerung der Effizienz in der Produktion Sinn, zum Beispiel beim Schleifen: „Unsere alte Breitband war abgenutzt und technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand, deshalb war es an der Zeit, dass wir uns nach einer neuen umschauten.” Da man schon viel Positives über die Diagonalschleiftechnologie der Firma Kündig gehört hatte, besichtigte man bei einem befreundeten Tischler ein solches Modell: „Wir haben die Maschine getestet und sie hat alle Anforderungen erfüllt. Da war der Fall klar, so eine brauchen wir auch.” 

Auch in der Werkstatt kommt das neue Gerät offensichtlich gut an: „Wir konnten damit bereits kurz nach der Lieferung Lack schleifen.” Dies sei vor allem der eingängigen Bedienung zu verdanken: „Mit der Segmentsteuerung kann man den Druck auf den Werkstückrändern präzise regulieren und damit ein Durchschleifen auf Lackoberflächen oder dünnem Furnier vermeiden. Das funktioniert bestens”, berichtet Tischler Manuel Fink, der seit der Anlieferung täglich mit der Maschine arbeitet. „Kombiniert mit der Diagonalschleiftechnologie, kriegt man somit perfekte Teile. Die Oszillationsspuren, welche wir uns vom traditionellen, parallelen Schleifen gewohnt waren, verschwinden gänzlich.” 

Kaum noch von Hand schleifen

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Die Tischlerei Unterthiner fertigt hochqualitative Arbeiten für Private und das Gastgewerbe in Südtirol © Kündig

Und wie schaut es mit der Effizienzsteigerung aus? „Früher mussten wir nicht nur diffizile Arbeiten, wie etwa Lackieren, von Hand erledigen, sondern auch alles, was größer als 1100 mm war. Jetzt haben wir eine moderne Maschine mit 1350 mm und können fast alles maschinell schleifen – also nicht nur die großen Teile, sondern auch die besonders empfindlichen. Das spart enorm viel Zeit”, so Unterthiner. „Und auch ganz kleine Werkstücke gehen bestens. Dank des Kleinteilevakuums kann man guten Gewissens Stücke von nur 10 auf 10 cm durch die Maschine lassen”, bringt Fink ein. 

Gebürstet im Trend

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Die Drei-Aggregat-Schleifmaschine ist mit einer zusätzlichen Strukturbürste ausgestattet © Kündig

Kaufentscheidend war zudem das Strukturaggregat: „Unsere alte Maschine hatte das schon. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach gebürsteten Oberflächen – zurzeit sind es gut 60 Prozent – war klar, dass wir wieder eines brauchen. Auch da gibt es nichts auszusetzen, es funktioniert tiptop.” 

Eine Weisheit zum Schluss hält Unterthiner, der hauptsächlich mit Arbeitsvorbereitung beschäftigt ist, noch bereit: „Wenn man im Büro arbeitet und von einer Maschine nichts aus der Werkstatt zu hören kriegt, ist das eigentlich immer ein gutes Zeichen”, lächelt er. „Bei der Kündig ist das der Fall. Wir sind echt zufrieden.”