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Korpuspresse Koptronik von Höfer Presstechnik © Höfer

Höfer Presstechnik 

Gut gepresst

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 14.08.2019 - 15:13
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8-Spindel-Ausführung © Höfer

Bei der Installation von Korpuspressen muss vorrangig auf die Produktionstechnik der Korpusse beim Möbelproduzenten geachtet werden. Wird zum Beispiel die Rückwand während sich der Korpus in der Presse befindet fixiert,  ist eine 8-Spindel-Ausführung sinnvoll. Weiters geht es natürlich um die Korpusanzahl, die pro Tag/Schicht produziert werden. 

Höfer bietet hier mit seinem Modell Koptronik eine modulare Lösung von der einfachen Grundmaschine mit vier Spindeln bis hin zu einer 8-Spindel-Ausführung mit bis zu 200 mm/sec Verfahrgeschwindigkeit und einem Wegmesssystem, damit die Druckwände für den nächsten Korpus nicht zeitraubend manuell in Dauerkontaktgabe positioniert werden müssen.

Große Stückzahlen möglich

Bei optimaler Organisation der Vormontage können mehr Korpusse produziert werden als bei einem klassischen Durchlaufverfahren. Das manuelle Ein- und Ausbringen der Korpusse erfolgt in der Regel schneller als bei der Durchlaufversion. Wenn nun auch noch die Rückwand während des Pressvorgangs eingesetzt wird, steht der Verarbeitung einer großen Stückzahl jenseits der 100 Stück/Tag nichts im Wege. Die Spezialisten von Höfer weisen dann immer wieder darauf hin, dass nicht die Presszeit, sondern vor allem die Vor- beziehungsweise Nachbereitung größeren Einfluss für den Durchsatz hat. 

Ein großer österreichischer Küchenhersteller hat drei Koptronik-Korpuspressen in Verwendung, wobei von vorne herein klar war, dass die verarbeiteten Stückzahlen von bis zu 2000 Korpusse/Tag in zwei Schichten nicht mit klassischen Durchlaufkorpuspressen zu verwirklichen sind. Natürlich gibt es auch noch viele Betriebe, die von der Plattenaufteilsäge über die Kantenanleimmaschine bis hin zur Dübelbohr- und -eintreibmaschine bereits im Einsatz haben. Der Korpus selbst wird dann aber zeitaufwendig und vor allem nicht winkelgenau manuell mit Zwingen zusammengesetzt.

Für einen rationellen Arbeitsfluss sind zusätzliche Einrichtungen wie ein Luftdüsentisch, ein Vormontagetisch, Auslaufrollenbahn mit/ohne Aufrichtstation, Transportbänder sowie Winkelübergaben möglich. Über einen Barcodescanner können die benötigten Pressparameter vom kundenseitigen ERP-System übernommen werden.

Wertbeständige Ausführung

Als Alleinstellungsmerkmal werden bei der Koptronik Kugelgewindetriebe eingesetzt. Diese sind weitestgehend verschleiß- und wartungsfrei. Zusammengefasste und einfach zu erreichende Schmierstellen sind Teil der effizienten Wartung und Garant für eine Langlebigkeit der Maschine. Dadurch ist eine sehr hohe und langfristige Wertbeständigkeit gegeben.

Einfache Bedienung

Durch den Einsatz von Lichttastern können die beiden Presswände synchron mit Hilfe eines Tasters oder dem beliebten Joystick einfach geschlossen werden. Dieser Joystick bietet auch noch den großen Vorteil, dass die Presswände in acht Bewegungsrichtungen verfahren werden können.

Am Touchscreen steht eine Auswahl verschiedener Betriebsarten zur Verfügung. Hier können auch Vor- beziehungsweise Endpresskräfte unterschiedlich eingestellt werden. 

Die Koptronik von Höfer bietet entscheidende Vorteile wie: 

  • Winkelgenauigkeit
  • keinerlei Rüstzeiten durch ineinander kämmende Presswände
  • bis zu 3500 kg Presskraft je Presswand
  • unterschiedliche Vor- bzw. Presskräfte (mehrstufiger Pressvorgang)