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Johannes Bernhofer von Oertli betreut Vater und Sohn Guggenberger schon seit Jahren (v. li.). © Robert Kittel

Tischlerei Guggenberger 

Service in the Box

Ein Artikel von Robert Kittel | 24.10.2019 - 15:21
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Die einzige Straße ist zurzeit unterbrochen, Oertli kann trotzdem täglich liefern. © Robert Kittel

Zugegeben, das wildromantische Lesachtal ist ein wenig „einschichtig“ gelegen. Eine einzige Straße führt rein und wieder raus. Und die ist zurzeit nach einem verheerenden Unwetter unterbrochen. Um die Tischlerei Guggenberger zu erreichen, muss man sich durch den Forst auf der gegenüber liegenden Talseite schlagen. Schon unter normalen Bedingungen sei die Belieferung eine Herausforderung, sagt Georg Guggenberger jun.: „Man muss vorausplanen und auch mal Sachen zum Schärfen geben, die noch gar nicht fällig sind.“ Er habe deshalb „Notrationen“ auf Lager, falls man mal dringend eine frische Säge brauche, grinst er.

Ganze Familie im Betrieb

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Da kann es schon mal vorkommen, dass im Hof des schmucken Betriebes ein Haus liegt. © Robert Kittel

In der Tischlerei Guggenberger arbeitet die ganze Familie mit: Altmeister Georg Guggenberger, Tischlermeister Georg Guggenberger jun., sein Bruder Matthias und Mutter Klaudia. Wobei – Tischlerei dürfte wohl dezent untertrieben sein. Man fertige so ziemlich alles, solange es nur aus Holz bestehe: „Holzbau, Stiegenbau, Bautischlerarbeiten, wie Fenster, Haustore und -türen, und alle Arten von Möbeln, wie Küchen, Wohnzimmer, Stuben“, zählt Guggenberger auf. Von den rund acht Mitarbeitern seien meist zwei Zimmerleute und sechs Bau- oder Möbeltischler.

Service in the Box

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Die Tischlerei Guggenberger ist ein ­All­rounder, der Möbel- und Bauarbeiten, aber auch ­Treppen- und Holzbauarbeiten ­ausführt. © Robert Kittel

Die solide maschinelle Ausstattung von renommierten Marken ist sehr flexibel anwendbar. Beim Werkzeug vertraue man überwiegend auf Oertli, sagt Guggenberger: „Der Johannes Bernhofer ist a kommoder Bursch. Na klar ruf ich lieber ihn an, wenn wir was brauchen.“

Bernhofer war es auch, der ihn auf die Oertli-Servicebox aufmerksam machte, erzählt Guggenberger: „Das ist eine gute Idee. Der wiederverwendbare Transportbehälter erspart mir, jedes Mal eine Schachtel und Packmaterial suchen zu müssen.“ In der stabilen, ausgepolsterten Box seien Sägen und Fräser sicher aufgehoben. Mit dabei sind auch diverse Spezialbehälter für Hobelmesser oder Schaftfräser. Die Oertli-Servicebox sei langlebig und wiederverwendbar, meint der Praktiker: „Vor allem sind die kostbaren Fräsergarnituren damit sicher transportierbar.“

„Gebe es dem Postler zum Schärfen“

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Servicebox: sicher verpackt und ­wiederverwendbar. © Oertli

Zu warten, bis das Auto vom Schärfdienst bei ihm vorbeikommt, brauche er nun nicht mehr, lacht Guggenberger: „Ich geb die ­Sachen einfach dem Postler zum Schärfen und er bringt sie mir wieder.“ Da erhebt Oertli-Servicebetreuer Johannes Bernhofer dann doch einen leisen Widerspruch: ­„Georg, ich glaub, da hättest du keine Freude, wenn dir der Briefträger die Fräser schärft. Die werden natürlich bei Oertli in einem der modernsten Schärfzentren nach Werksstandards überholt.“ Sägeblätter richten, Zähne bestücken, Schneidengeometrien nach Werksvorgaben – die gebrauchten Garnituren werden mit denselben Hightech-Anlagen wie bei der Herstellung der Werkzeuge bearbeitet, erläutert Bernhofer: „Das ist natürlich optimal. Mit der Servicebox macht Oertli auch jenen Kunden den Werksservice kurzfristig zugänglich, die keine Annahmestelle gleich ums Eck haben oder täglich von uns angefahren werden können. Für diese Kunden wollen wir unseren Service so einfach erreichbar wie möglich anbieten.“

Und Georg Guggenberger bestätigt: „Ja, stimmt. Es ist wirklich sehr bequem. Ich brauche die Werkzeuge nicht mehr zu sammeln, sondern gebe sie nach Bedarf zum Schärfen. Unkompliziert und ohne weiteren Aufwand für uns – das ist, finde ich, guter Service.“