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Jede von Egon Zinterl gebaute Weihnachtskrippe ist ein Unikat. Die Krippen gibt es in der Steiermark auf Weihnachtsmärkten zu kaufen. © Birgit Fingerlos

Zinterl Krippenbau

Das Krippenwerkzeug

Ein Artikel von Birgit Fingerlos | 28.11.2019 - 14:10
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Zinterl achtet beim Krippenbau auf jedes Detail. Sogar der Brotbackofen ist von innen beleuchtet. © Birgit Fingerlos

Wunderschöne Weihnachtskrippen baut Egon Zinterl aus Kindberg in der Steiermark. „Ich verwende viele natürliche Materialien: Äste, Wurzeln, Rinden, Moose, Disteln und natürlich ganz viel Holz“, erklärt er und zeigt uns seine vorwiegend aus Lärchenholz gebauten Krippen.  „Wenn ich den Leuten sage, dass die Krippen aus Lärche sind, dann sind sie begeistert“, beobachtet er. In seinem Rohmateriallager entdecken wir aber auch ein paar Zirbenbretter. „Darauf freue ich mich, Weihnachtskrippen aus Zirbe zu bauen, diese werden bestimmt etwas ganz Besonderes“, blickt Zinterl auf sein nächstes Projekt. Bei ihm entsteht alles in Handarbeit und keine Krippe gleicht  der anderen. Die Krippenfiguren bemalt Zinterls Gattin. Sie ist gelernte Vergolderin.

 

Jedes Stück eine Unikat

Jede Krippe wird anderes eingerichtet: neben kleinen Tischen, Sesseln und Bänken finden wir auch Kamine und sogar Brotbacköfen. Der Krippenbauer achtet auf jedes Detail. In die Ställe und Wohnhäuser sind Deckenlampen oder kleine Nachbau-Petroleumlampen integriert. Die Scharniere für die Fenster und Türen stellt Zinterl auch selber her. Sogar die Ziegel gießt er in Handarbeit. Er zeigt uns eine Krippe, die er aus über 600 selbstgegossenen Ziegeln aufgemauert hat. Die Dächer seiner Weihnachtskrippen bestehen meist aus selbstgehackten Holzschindeln. 

 

So manches Werkzeug notwendig

„Zum Schindelnhacken habe ich mir ein Werkzeug selbstgebaut“, verweist er auf so manch notwendige Tüftelei. Neben diesem Eigenbau finden wir bei ihm einige Elektrowerkzeuge von Makita. „Das Makita-Werkzeug brauche ich für so allerlei Tätigkeiten“, betont der Makita-Fan und erklärt: „Beispielsweise zum Befestigen der Dachrinne verwende ich eine Makita-Akku-Bohrmaschine. Mit der DF330D bohre ich Löcher für die Dachrinnenhaken“. Dann präsentiert er seinen Vorrat an Zäunen, Stiegen und Balkongeländer, für deren Herstellung auch viele Bohrarbeiten notwendig sind. Es müssen auch für die Montage der Lampenhaken und der Türscharniere immer kleine Löcher vorgebohrt werden. „Für Kleinarbeiten ist die DF330D von Makita ein Traum“, ist Zinterl begeistert. Dann zeigt ihm Makita-Anwendungstechniker Werner Nöhrer mit der DF332D das Nachfolgemodell seiner Akku-Bohrmaschine. Zinterl ist gleich begeistert, weil die DF332D einen kleineren Bohrkopf hat, kommt er mit ihr ganz gut zu schwer zugänglichen Stellen.
In einer Werkstatt entdecken wir auch die Makita-Stichsäge 4351CT. „Bei jeder Kurve, die ich schneide, kommt diese Stichsäge zum Einsatz“, erklärt der Krippenbauer und verweist auf die Rundungen bei den Möbeln, abgerundete Dachschindeln sowie die unterschiedlichen Formen der Grundplatten. Seit Kurzem ist auch eine Makita-Oberfräse, die RT0700C, im Besitz des Krippenbauers. Zum Ausfräsen von Bachläufen oder zum Versenken der Gebäude in der Bodenplatte verwendet er diese. „Ich bin unheimlich zufrieden mit dieser Oberfräse“, lobt Zinterl und verweist darauf, dass er bei ihr die Einfrästiefe millimetergenau einstellen kann. 

 

Vom Lohnverrechner zum Krippenbauer

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Jede von Egon Zinterl gebaute Weihnachtskrippe ist ein Unikat. Die Krippen gibt es in der Steiermark auf Weihnachtsmärkten zu kaufen. © Birgit Fingerlos

Den Krippenbau hat Zinterl vor sieben Jahren entdeckt. Davor arbeitete er in einem Industriebetrieb. „Begonnen hab ich auf 2 m2, jetzt habe ich eine eigene Werkstatt angemietet. Die ersten fünf Krippen, die ich auf einem Weihnachtsbazar ausgestellt hatte, waren ganz schnell verkauft“, erinnert er sich. „Inzwischen habe ich rund 85 Krippen gebaut. „Ich stelle auf Weihnachtsmärkten aus. In den Geschäften in Kindberg stelle ich Krippen in die Schaufenster und bei Minka im Cowerk Kindberg findet ebenfalls ein Verkauf statt“, erklärt er.