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Franz Hausmann (li.) und Roman Edelhofer begutachten das Spannmittel Tribos beim Diarex-Fräser von Oertli-Leuco. Mit dem Spannmittel wird eine besonders hohe Rundlaufgenauigkeit auf der CNC-Maschine erreicht. © Oertli-Leuco

F/List

Die Diamanten funkeln

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 28.11.2019 - 13:49

F/List realisiert viele außergewöhnliche Designs. So produziert das Unternehmen bei nur einem einzigen Projekt bis zu 300 verschiedene Sonderoberflächen. Sehr oft sind diese mit hochempfindlichen Lackierungen versehen. F/List muss daher nicht nur eine Vielzahl ungewöhnlicher Werkstoffe beschaffen, sondern auch perfekt bearbeiten. Franz Hausmann, seit fast 20 Jahren bei F/List und Abteilungsleiter der Vorproduktion, fragt sich dann: „Wie gehen wir das an? Wir haben Erfahrung und probieren viel, aber dafür brauchen wir erstklassige Werkzeuge.“ Diese kommen schon seit mehr als 25 Jahren von Oertli-Leuco. Geliefert werden Kreissägeblätter für Plattenaufteil- und Tischkreissägen, Fügefräser für das Formatieren auf Kantenanleimmaschinen sowie Austrenn- und Formatfräswerkzeuge auf CNC-Maschinen. Diamantbe­stückung ist selbstverständlich – bei den extrem hohen Ansprüchen von F/List weit mehr die Regel als die Ausnahme.
Das Lieferprogramm von Oertli-Leuco umfasst darüber hinaus eine große Palette hochaktueller wie innovativer Werkzeuge. Praktisch alle Ansprüche lassen sich damit erfüllen. Ob homogenes Material, faserverstärkte Kunststoffe, ausgefallene Verbundmaterialien oder extreme Einsatzbedingungen: Mit Oertli-Leuco sind sowohl die gewünschte Qualität als auch hohe Produktivität und Gesamtwirtschaftlichkeit rundum erreichbar.  

 

Innovation ist gut, Revolution ist besser

Ausgefallene Werkstoffe sind eine Sache für sich: oft teuer und nicht immer schnell und einfach zu beschaffen. F/List kann sich daher keinen Ausschuss leisten. Das darf aber nicht zulasten einer wirtschaftlichen Bearbeitung gehen. Dazu Hausmann: „Es ist eine Gratwanderung. Das p-System gibt uns tolle Spielräume, wir können bis an die Grenzen gehen.“ Er meint damit den einzigartigen Achswinkel, mit dem dieses patentierte Werkzeug von Leuco neue Maßstäbe setzt: Zuvor nicht erreichte 70 Grad ermöglichen auch bei sehr unterschiedlichen Werkstoffen eine außergewöhnlich große Bandbreite anforderungsgerechter Bearbeitungslösungen. Leuco erhielt für diese revolutionäre Werkzeugtechnologie den German Innovation Award 2018. Für  Hausmann ist hingegen viel wichtiger: „Das Werkzeug allein macht’s nicht. Wir brauchen die Beratung von Oertli-Leuco, damit wir in unserer Produktion immer wieder Interieur-Glanzlichter setzen können.“ Diese wird es auch in Zukunft geben. F/List wird schließlich nicht nur bei der Anzahl der Sonderoberflächen weiter zulegen. 

 

Gemeinsam die passende Lösung finden

Architekten sind mehr Künstler als bodenständige Gestalter, wenn es um eine exquisite Ausstattung geht. Da wird schon einmal verlangt, dass Beton und Folie zusammengehören – und demzufolge auch gemeinsam bearbeitet werden müssen. Hausmann, ganz der Praktiker, sagt dazu: „Wir akzeptieren das, haben aber immer wieder mit unglaublichen Herausforderungen zu kämpfen“. Der Brandschutz, als eine der größten Herausforderungen, ist in Gebäuden stets Vorschrift. Bei Yachten muss er ab einer Länge von 100 m beachtet und eingehalten werden. Hausmann erinnert sich noch genau an einen „Supergau“: ein Verbundwerkstoff, bestehend aus einer Mineralstoffplatte, HP-Laminat (hochverpresstes Laminat), sprödem Eichenfurnier und einer Hochglanzlackierung. Es gab keine Spielräume bei der Materialauswahl, die Mineralstoffplatte war für den Brandschutz erforderlich. Zur Bearbeitung gehörte auch die Herstellung einer Gehrung. Eine insgesamt verzwickte Aufgabe. Roman Edelhofer, Fachberater von Oertli-Leuco, war sich aber sicher: „Geht nicht, gibt’s bei uns nicht. Wir kommen auch hier zum Ergebnis“. So war es auch. Im Versuchsfeld von Leuco in Horb/DE wurden verschiedene Werkzeuge getestet und die geeigneten Einsatzdaten herausgefunden. Man entschied sich sogar für eine andere Maschinenbelegung. Eine echte Teamleistung, die auch diesmal von Erfolg gekrönt war. 

 

Das Beste ist gerade gut genug

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Oertli-Leuco Fachberater Roman Edelhofer (li.) und Franz Hausmann, Abteilungsleiter der Vorproduktion bei F/List, mit einem p-System Schaftfräser. Gemeinsam bestimmen sie das geeignete Werkzeug für anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben. © Oertli-Leuco

Hersteller versehen neue Werkstoffe mit Bearbeitungshinweisen. Bei den extrem hohen Ansprüchen von F/List sind sie nicht immer hilfreich und zum Experimentieren fehlt die Zeit. Daher schickt das Unternehmen schon einmal den einen oder anderen Werkstoff zum Leuco-Testcenter. Dort bearbeiten spezialisierte Experten die originalen Musterplatten so lange, bis sie die bestmögliche Bearbeitungslösung gefunden haben. Es ist nicht außergewöhnlich, dass sie sich nur durch Designänderungen des Werkzeugs erreichen lässt. Hausmann weiß, was das heißt: „Das Testcenter von Leuco ist eine Qualitätsgarantie für uns“. Nicht nur für F/List, denn wie bei Standardwerkzeugen wird alles sehr genau dokumentiert. Interessierte Anwender informieren sich über die Leuco Empfehlungen für Werkzeuge und Einsatzdaten auf der Website www.leuco.com. 

 

Partnerschaft, die keine Grenzen kennt

Da Kunden abgestimmte Gesamtlösungen wünschen, hat Oertli-Leuco auch präzise Spannmittel im Programm. F/List setzt durchweg die Produktfamilie Tribos von Oertli-Leuco ein. Seit Kurzem profitiert auch der Standort in Kanada von der besonders hohen Rundlaufgenauigkeit dieses Spannmittels. F/List geht damit seinen Weg konsequent weiter: Wo auch immer und wie auch immer, für anspruchsvolle Kunden nur Qualität auf höchstem Niveau. Mit diesem Motto hat sich das österreichische Familienunternehmen nicht nur zu Hause, sondern in aller Welt einen hervorragenden Ruf verschafft.
F/List stellt Oertli-Leuco kontinuierlich vor neue Herausforderungen und wird dabei engagiert unterstützt, seine Wettbewerbsfähigkeit mit optimalen Werkzeuglösungen zu verbessern. Bei diesem Fazit erfolgreicher Zusammenarbeit darf sich die Partnerschaft gern weitere 25 Jahre fortsetzen.