Lignorama

Die Siegerstücke

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzdesign.at bearbeitet) | 25.11.2020 - 15:46

Bedingt durch die Coronaauflagen, fand die Prämierung der besten Tischlermeisterstücke am 30. Oktober online statt. Die Fachjury kürte drei Fachgewinner. Die Museumsbesucher wählten einen Publikumsliebling. Die Preise im Gesamtwert von 1800 € wurden von Hauptsponsor Leitz, Riedau, gestiftet.

James ist eine raffinierte Ginbar

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Mobile Ginbar „James“ von ­Konstantin Konec © Rudi Aigner

Der Sieg ging an den Feldkirchner Konstantin Konec mit seinem Meisterstück „James“. Die mobile Ginbar James ist außen mit Graffiti verziert, innen verbirgt sich eine Ginbar aus dunklem Eschenholz.

James ist raffiniert aufklapp- und fahrbar. „Über die handwerkliche Perfektion hinaus ist dieses Möbel mutig und frech. Es verbindet das Tischlerhandwerk mit zeitgenössischer Kunst“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Eine mächtige Eiche

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Schreibtisch von Sebastian Fischer © Rudi Aigner

Mit einem eindrucksvollen Schreibtisch gewann Sebastian Fischer aus Einöde den 2. Platz. Die Tischplatte wurde aus einem mächtigen Eichenstamm herausgeschnitten. Einen Kontrast dazu bildet der in dunkler Räuchereiche gehaltene, geradlinige Ladenteil. „Den 2. Rang belegt ein Möbel, das seine Repräsentationsaufgabe optimal umsetzt. Es ist eindrucksvoller Blickfang, der die Natur und den Ausgangsstoff Baum effektvoll in Szene setzt. Zu den Stärken gehören die Stimmigkeit der Laden und die scheinbar schwebende, sichtbare Außenhaut des verarbeiteten Stammes“, lautet die Jurybegründung.

Gut gewürfelt

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Weinmöbel „The Secret Cubes“ von Bernhard Stütz © Rudi Aigner

Mit dem Weinmöbel „The Secret Cubes“ sicherte sich Bernhard Stütz aus Rohrbach den 3. Rang. Dieses Meisterstück besteht aus drei Würfeln, welche Weinregale und ein Weinglas-Karussell verbergen. Es wurde aus Räuchereiche und Stahl gefertigt. „Dieses Meisterstück ist schlicht und zurückhaltend im Design. In geöffnetem Zustand kann nicht nur der hohe Gestaltungsanspruch gewahrt werden, auch die Kubizität des Entwurfs wird beibehalten“, erklärt die Jury.

Zwei Publikumslieblinge

Den Publikumspreis teilen sich mit gleich vielen Stimmen Dominik Huber aus St. Roman mit seinem Weinpräsentationsmöbel „slide bar“ und der von der Jury zweitplatzierte Fischer. Bei Hubers „slide bar“ gleitet das Seitenteil stufenlos in jede gewünschte Höhe. Die präsentierten Weinflaschen scheinen dank Glasstegen zu schweben. Das Besondere an diesem Möbel ist die gebogene Fläche, auf der die Weine präsentiert werden.